Auf der Suche nach DEM Shirt Schnitt

Rückschau oder meine SUPJEKTIVE Shirtbesprechung



Ich liebe Shirts-
sie sind bequem und schnell überzuziehen
zu fast allem tragbar, egal ob Rock oder Hose,
beim Sport, in der Freizeit,  zur Arbeit

Ich habe auch kein Problem damit Jersey zu nähen, egal ob Viscose oder Baumwolle oder Gemische

ABER

Was ist der optimale Schnitt, von welcher Firma - welchem Schnitthersteller oder doch lieber selbst gemacht? Sind es mehrere, oder am liebsten immer derselbe Schnitt?

Dies Frage stelle ich mir seit einiger Zeit
Seit ich vor 3 Jahren  wieder mehr Platz und Zeit habe um zu nähen, fertige ich hauptsächlich für mich und habe einiges an Schnitten gekauft und ausprobiert.

Dank (ob Fluch oder Segen muss jeder für sich entscheiden) einiger Blogs, bzw Foren bin ich auf diverse neue (Indie-)Schnitthersteller gestoßen, die für meinen Geschmack wirklich hübsche und interessante Schnitte herstellen, oft raffinierte und aussergewöhnliche Ideen die mir gut gefallen.

Früher habe ich hauptsächlich nach Burda, ab und an Neue Mode oder ganz selten Simplicity genäht. Allerdings waren wenig Shirts dabei

Die ersten Shirts waren natürlich wieder von Burda. Aus einigen Ausgaben der 2012/2013 habe ich zB dieses  oder auch dieses hier  aus der Oktober oder dieses aus der September 2012 probiert











Oder auch diese:
Jumper Rückenausschnitt,

und Asymetrisches Shirt
und  Drappee-Shirt (verwendet habe ich hier einen relativ schweren Viscosejersey und ich habe das Gefühl der Ausschnitt wird bei jedem Tragen tiefer, da der Drappee(Wasserfall)-teil doch sehr schwer ist



Bei allen Burdashirts konnte ich sagen mit Gr. 36 (wenn es etwas enger sein soll) oder Gr. 38 war die Passform super,  die Shirts kann ich blind nähen, sie passen  - einzig mit der Stoffwahl bin ich ab und an auf die Nase gefallen. Z.B. beim Lila Jumper, den habe ich aus Fleece genäht, war nicht der Hit.
Das einzige Shirt dieser Auswahl ich irgendwie gar nicht tragbar für mich bekam war das aus der Septemberausgabe. Mit den Gummis an Seite und Ärmel gefiel mir nicht, dann habe ich eine Lösung mit Einzugbändern versucht, auch kein Hit. Getrennt, enger gemacht und in die Ecke gelegt. Irgendwann mal fertig gemacht und einmal angezogen, es hat mir nicht gefallen.Aber es war glaube ich der Stoff (ein Jerseykrepp) der nicht zum Schnitt passte, schade eigentlich....

 Ein Schnitt den ich nun schon mehrmals in mehren Variationen genäht habe ist Frau Luise von Schnittreif. Dieses gefällt mir immer wieder gut. Ein Abwandlung mit langem Arm für Herbst/Winter ist auch bereits dabei, die ich allerdings selbst gemacht habe. Aber es gibt mittlerweile den Schnitt auch mit langen Arm bei Schnittreif- Frau Liese.



 T-Shirt Schnitt nach einem Craftsy Kurs - der ist auf jeden Fall ausbaubar
Ich denke hier kann ich ohne großen Aufwand noch mehrere Schnittvarianten einbauen






Ein witziges Shit mit interessanter Rückenansicht habe ich letztes Jahr aus der Zeitschrift "Meine Nähmode" entnommen.
Aber auch wenn mir dort die Schnitte gefallen, ich komme mit der Größenordnung überhaupt nicht klar. Schön sind zwar die bereits eingefügten Nahtzugaben, aber alles was ich bisher daraus ausprobiert habe war viel zu groß, so auch dieses Shirt. Ich habe sehr viel abnähen müssen bis es tragbar war. Dann hat es mir meine Tochter entrissen -
Nun müsste ich es mir noch einmal machen, aber mir fehlt momentan die Lust auf die Änderungen, die habe ich nämlich nicht auf den Schnitt übertragen - c'est la vie





Meine momentanen Lieblingsschnitte sind die aus den Büchern von Alabama Chanin, 
ich habe mittlerweile alle 4 Bücher :-)
Gr. M ausschneiden, nähen, anziehen - ohne Streß
ich liebe die Formen und das simple, aber formschöne Design



Zwiegespalten bin ich weiterhin bei den japanischen Schnitten. Zu sehen hier und hier. Ich habe mittlerweile trotzdem 5 Bücher, denn das Nähen der Schnitte macht mir einfach zuviel Spaß und die Bücher sind einfach schön. Aber über die Tragbarkeit im Alltag bin ich für mich noch nicht ganz überzeugt. Zumindest sind sie von der Passform weitgehend ok, soweit man das bei den oft sehr weiten Teilen sagen kann. Vielleicht kann ich mit ein paar kleinen Änderungen hier eine Form für mich erfinden.



T-Shirt Schnitt nach eigenen Maßen. Angefertigt nach einer Anleitung im Nähfabrik- Forum.

Funktioniert eigentlich sehr gut - in der Kombination mit dem Craftsy-Shirt sichrlich eine gute Basis für viele Variationen - wenn ich mich endlich mal dran begebe.














Richtig enttäuscht war ich von den Schnitten von Schnittquelle und Style Arc. Bei beiden finde ich die Ideen und Schnitte im Internet betrachtet wirklich schön.

Von Schnittquelle  habe ich das Wickelshirt Siesseby und das Shirt Venedig ausprobiert, nachdem ich das Kleid Harrislee mit Rabatt erstanden hatte. Der Versand hat sich so eher gelohnt. Bereits beim Kleid Harrislee habe ich die Ärmel(chen) abgeändert, da mir dies nicht gefiel.

Beim Wickelshirt habe ich auch wieder lange herumgemacht bis ich zumindest für daheim eine gute Form hatte. Nach wie vor sind die Ärmel am Oberarm recht eng. Aber es geht halbwegs. Geändert habe ich hauptsächlich die vordere Kante mit den Bindebändern, mit der Eckigen Form sah es aus dem Stoff irgenwie blöd aus.

Beim Shirt Venedig finde ich vor allem  den Bereich vordere Ärmeleinsatznaht katastrophal. Dort zieht es total, es ist einfach zu wenig Weite im Vorderteil. Und auch hier ist der Ärmel am Oberarm zu eng.
Beide Schnitte sind Gr. 38, da das Shirt eindeutig recht eng ist muss ich entweder dicker geworden sein (also ist abnehmen angesagt) oder es fällt sehr eng aus.

Das die Schnitte zum Teil nicht so gut sitzen kann auch ein wenig an der Stoffwahl liegen, den für die Testschnitte nehme ich meist Trigema Putzlappen, wobei die Stoffe eine sehr gute Qualtiät haben, aber wenig bis gar keinen Elasthananteil. Beim Venedig wäre die vordere Ärmeleinsatznaht aber auch mit Elasthan zu nah an der VM und hätte zu wenig Weite.
Eigentlich wollte ich das Shirt nach TieDie einfärben. Aber ich muss mir noch überlegen ob ich mir die Arbeit wirklich mache oder die Ärmel wieder ab und ein letztes Sommertop. Oder dies als Probeshirt ad acta lege. Wäre schade um die Arbeit, denn eigentlich trage ich auch meine Probeteile meist mit.
  Schnittquelle macht ja sehr viel mit gedehnten Rollsäumen, so das es schon anders aussieht, aber leider kann meine Maschine das nicht.

Auf Style Arc bin ich durch da Nina Cardigan gekommen, das letzten Herbst in vielen Blogs erwähnt wurde.
Aber bis auf das Cardigan sind mir bei allen Schnitten die Ärmel am Oberarm zu eng. Ich habe ein Top gemacht,  das ist ok.
Beim Adele Tunic sieht zudem der Halsausschnitt auf dem Bild eher halsfern aus - aber er war so richtig eng, wie für einen Rollkragen oder Stehkragen, Kopf passte gerade durch. Ich habe diesen dann entsprechend erweitert, denn das sah so gar nicht aus.
Das Molly Knit Top sitzt im Schulter und Armkugelbereich auch nicht so toll
Beide Shirts könnten im Schulter und Brustbereich auch noch 1 cm  mehr Weite vertragen.


Molly
Adele

Das Adele Tunic ist übrigens mal nicht aus Trigema Putzlappen, sondern aus einem sehr weichen, feinen Viscosejersey vom BettyBarclay Stoffverkauf. Somit kann es zumindest hier NICHT am Stoff liegen...

Ich habe von beiden Firmen noch ein oder zwei nicht ausprobierte Schnitte liegen, bevor ich die mache werde ich allerdings entsprechende Änderungen vornehmen, um Enttäuschungen in Grenzen zu halten. Denn die Schnitte sind im Verhältnis doch recht teuer und das finde ich schon ärgerlich, auch wenn ich einen Heidenspaß habe, wenn ich Post aus Australien oder America bekomme!








Sehr enttäuscht war ich übrigens auch von diesem Shirt beim Vogue Schnitt V1389 von Donna Karen. Während der Rock wirklich toll ist, braucht das Shirt wahrscheinlich einen Elasthananteil von 20% um am Hals so zu sitzen wie auf dem Schnittfoto. Da der Beleg am Hals ganz gerade geschnitten wird, steht er bei Stoffen ohne Elasthan dann gerade hoch /d.h ab. Ich habe daher im Schulterbereich Abnäher eingefügt um doch etwas Körpernähe am Beleg zu erhalten. Auch hier habe ich wieder Probleme mit der Weite der Ärmel am Oberam.
 Ich sollte diesen Schnitt noch einmal aus fließenderem Material probieren, denn die Schnittführung mit den verlegten Seitennähten sieht wirklich toll aus.

Wie bereits bei den Schnitten von Schnittquelle muss ich mir wohl auch hier Gedanken über die Figürlichen Änderungen mit zunehmendem Alter Gedanken machen???  Oder habe ich einfach dickere Oberarme als amerikanische oder australische Frauen (Schnittquelle ist aber deutsch??) ?
Bei Burda habe ich die Probleme ja nicht, bei gleicher Größenauswahl nach den entsprechenden Maßen. Liegt es doch an der Schnittführung der Firmen? Gibt es ein Ärmelproblem?

Ich habe auch noch andere probiert, Lekala, papavero, Lutterloh, unter anderem, aber das ginge wirklich zu weit hier noch etwas zu erörtern, vor allem weil ich bei diesen leider nicht besonders überzeugt war

Mein Fazit aus diesen allen Probeteilen und Gedanken:
Burda wird weiterhin mein Favorit bleiben, neben den Alabama Schnitten und meinem Eigenen.

Die Schnitte die ich bereits gekauft habe und noch nicht probiert wurden - zB Butterick, Vogue werde ich sicher noch irgendwann machen
Bei den ganzen anderen Indie-Schnittherstellern werde ich vielleicht erstmal schauen ob ich die Idee für mich nicht mit dem eigenen Grundschnitt umsetzen kann. Ansonsten mit viel Vorsicht angehen...... und weiterhin mit Putzlappen, denn dann kann man zumindest noch die Wohnung und den Nähplatz mit dem Probestück reinigen :-)

Das war jetzt mal wieder ein richtiger langer Post, aber er lag mir nach heutigem nähen mit anschließendem Frust  (das weiße Venedig) am Herzen. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen oder doch ganz andere?  Gerne höre ich eure Meinung und freue mich über Kommentare, aber bedenkt - es sind subjektive Erfahrungen, auf meine Figur und mein Nähkönnen abgestimmt. Bei anderen kann es ganz anders aussehen und ist daher nicht pauschal zu werten!!

Kommentare

  1. Hallo:-)
    also, nach einer weile hab ich die INDIE's total satt. warum sollte ich mein geld und meine zeit darauf verschwenden, ihr unwissen auszubügeln.
    teilweise halte ich für bodenlose frechheit ,dermassen fehlerhafte schnitte für viel geld zu verkaufen.aber manchmal gewinnt dann doch meine neugierde und ich nähe ein INDIE.
    also, Garconne-schnitte sind richtig gut.aber auch da hab ich einmal pech gehabt. das shirt war vermutlich für labberiges jersey gedacht und nciht für BW und es war mir viel zu eng- nichts zu machen. man kann es vorher nicht wissen. eigentlich es steht und fehlt mit richtigem elastananteil. errätst du es- ist es ein super teil, wenn nicht- pech gehabt. jeder schnittmuster fürs shirts wird für eine bestimmte beschaffenheit des stoffes, seine dicke und sein sein elastananteil berechnet. daher lässt sich nciht pauschal sagen,welche shcnitte gut sind welche nicht.
    es sei denn es sind INDIE's, bei den es in jedem beispiel immer dieselbe fehler, wie z.b. bei Renfrew oder lady skater dress usw.

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